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Antike

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Antike Artikel

Der Begriff Antike (von lat. antiquus, alt, altertümlich) genannt die Epoche des Altertums in dem Mittelmeerraum. Sie reicht etwa von 800 v. Chr. bis 500 n. Chr. und unterscheidet sich von vorhergehenden und nachfolgenden Epochen durch gemeinsame und durchgängige kulturelle Traditionen. In dem engeren Sinne bezeichnet man mit der Antike die Geschichte des archaischen und klassischen Griechenlands, des Hellenismus und des Römischen Reichs.

Im weitesten Sinne bezieht die Antike auch die Geschichte der altorientalischen, nahöstlichen Hochkulturen Ägyptens, Mesopotamiens, Syriens und Kleinasien mit ein, die etwa mit dem Beginn der Schriftlichkeit um 3500 v. Chr. einsetzt. Dieser universalhistorische, über die Klassische Altertumswissenschaft hinausgehende Ansatz wurde unter anderem von dem Historiker Eduard Meyer in dem 19. Jahrhundert gefordert.

Antike Beschreibung
Antike Beschreibung
Die Verehrung Homers prägte die gesamte Kultur der klassischen Antike
Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Darum nerven Japaner. Der ungeschminkte Wahnsinn des japanischen Alltags realistisch grausam Ich wollte nach Japan und mir wurde das Buch empfohlen. Ich habe es verschlungen. Japan schreckt mich sehr. Allein die Kakophonie in der S-Bahn, die "Hygiene" in dem Schwimmbad . . . mir vergeht langsam die Lust auf Japan, aber ich lese tapfer weiter, denn es ist wohl ein realistischer Blick. Mein verträumtes Idealisieren hat...

Geschichte

Historisch genannt Antike in dem Sinne der klassischen Altertumswissenschaft die Zeit von der allmählichen Herausbildung der griechischen Staatenwelt bis zu dem Ende des weströmischen Reichs in dem Jahr 476.

Der Anfang der antiken Kultur in dem klassischen Sinne wird in dem Allgemeinen mit der Entstehungszeit der Homerischen Epen und dem Beginn der griechischen Kolonisation des Mittelmeerraums in dem 8. Jahrhunderts v. Chr. angesetzt. Die Griechen verbreiteten ihre Bildung und Kultur in den folgenden Jahrhunderten in dem gesamten Mittelmeerraum und seit Alexander dem Großen auch in dem Orient und nach Zentralasien hinein. Die Römer brachten die antike Kultur bis nach Mittel- und Nordwesteuropa, wo sie sich seit dem frühen Mittelalter zur christlich-abendländischen Kultur wandelte.

Buch-Tipp: Das Buch der fünf Ringe Der Geist der Leere Nirgends fand ich den Geist der Leere, der für jeden Buddhisten und jeden Kampfsportler unerlässlich ist, so gut beschrieben wie hier. Indem man die Dinge erkennt, die existieren, kann man die erkennen, die nicht existieren. Für Kampfsportler gilt: Indem man alles ausprobiert, was es auszuprobieren gibt und alle eigenen Fähigkeiten...

Epochenabgrenzung

Je nach Forschungsrichtung werden aber auch die Zeiten der Minoischen und der Mykenischen Kultur von etwa 1900-1100 v. Chr. sowie die Epoche der so genannten "dunklen Jahrhunderte" 1100-800 v. Chr. zur griechisch-römischen Antike gerechnet.

Als Epochengrenzen zu dem Mittelalter sind auch die Jahre 325 (Konzil von Nicäa), 393 (letzte Olympische Spiele der Antike), 476 (Absetzung des Romulus Augustulus), 498 (Taufe des Frankenkönigs Chlodwig I., 529 (Gründung des ersten abendländischen Mönchsklosters durch Benedikt von Nursia sowie in der Philosophie als symbolisches Datum die Schließung der platonischen Akademie und Tod des letzten antiken Philosophen Boëthius) oder die Eroberungszüge der Araber in dem 7. Jahrhundert vorgeschlagen worden. In dem Allgemeinen wird das Ende der Antike heute etwa mit dem Jahr 500 angesetzt.

Zum Ende der Antike siehe vor allem Spätantike.

Buch-Tipp: Das Geheimnis der Hebamme. Spannend und fesselnd ! . . . als Fan historischer Romane muss ich sagen " spitze " ! Das Buch ist spannend von Anfang bis zu dem Ende . Man mag das Buch kaum aus der Hand legen.

Ursprünge der antiken Kultur

Die Ursprünge der europäischen Antike liegen in dem Dunklen. Ihre Vorgeschichte ist etwa in der Zeit von 1900-1400 v. Chr., in der so genannten minoischen Kultur auf Kreta anzusiedeln. Aus dieser Frühzeit sind einige schriftliche Überreste erhalten (unter anderem sog. Linearschrift A), die aber bisher nicht vollständig entschlüsselt werden konnten. Die Texte der entschlüsselten Linearschrift B deuten darauf hin, dass der Palast von Knossós damals ein wirtschaftliches Zentrum Kretas war.

Antike Beschreibung
Antike Beschreibung
Das Löwentor von Mykene

Auf dem griechischen Festland blühte etwa zur gleichen Zeit (etwa 1700-1200 v. Chr.) die mykenische Kultur, die uns archäologisch durch die zahlreiche Burgen überliefert ist, beispielsweise Mykene und Tiryns auf der Halbinsel Peloponnes. Diese Burgen entstanden wohl unter dem Einfluss der minoischen Palastkultur. Etwa 1100-800 v. Chr. setzt man das "Dunkle Zeitalter" an, aus dem uns ca. wenig überliefert ist und in der viele der Burgen zerstört worden zu sein scheinen. Von etwa 1050-900 v. Chr. dauerte die Ionische Wanderung , in deren Verlauf die Einwohner des griechischen Festlandes die Inseln der Ägäis und Kleinasiens kolonisierten.

Buch-Tipp: Der Buchhändler aus Kabul. Ein Familiengeschichte.: Eine Familiengeschichte Unbedingt lesenswert! Das Buch beschreibt sehr eindringlich und flüssig geschrieben, wie heute die Menschen in Kabul mit der Wirklichkeit zurechtkommen, sehr geprägt allerdings durch ihre uralten Traditionen und die Zwänge während des Taliban-Regimes. Insgesamt ist man am Ende sehr zornig und traurig, dass unsere Mitmenschen, Frauen, Männer aber...

Mit dem so genannten archaischen Zeitalter beginnt in dem frühen 8. Jahrhundert v. Chr. die eigentliche Antike. Seit dem Jahr 776 v. Chr. ist die Siegerliste der olympischen Spiele überliefert. Von etwa 770 bis 540 v. Chr. breiteten sich die Griechen während der Großen Kolonisation in dem westlichen Mittelmeer, an der nördlichen Ägäis und am Schwarzen Meer aus. In dieser Zeit (etwa zwischen 750 und 650 v. Chr.) wurden auch die Homerischen Epen (Ilias, Odyssee) schriftlich fixiert, die ältesten Literaturdenkmäler des Abendlands. (siehe: altgriechische Literatur)

Buch-Tipp: Der China-Knigge. Eine Gebrauchsanweisung für das Reich der Mitte Wissen kompakt und sehr unterhaltsam Von diesem Buch war ich vollauf begeistert! Die Autoren, ein deutsch-chinesisches Ehepaar, informieren auf sehr kurzweilige Weise über das heutige China. Der Leser erfährt alles über Sitten und Gebräuche in dem Land, über die Mentalität der Chinesen, über die verschiedensten Lebensverhältnisse usw. usf. Zur...

Entstehung der Poleis

Zugleich bildete sich das System der griechischen Stadtstaaten, der Poleis heraus. Sparta in dem Süden der Peloponnes unterwarf 720-600 v. Chr. Messenien und kontrollierte damit den gesamten südwestlichen Teil der Halbinsel. Die Stadt mit ihrer oligarchischen Verfassung kann als das erste Beispiel der fortan beherrschenden Polis-Struktur gelten. Auch in vielen anderen griechischen Stadtstaaten regelten Verfassungen das Zusammenleben der Bürger, aber auch die Tyrannis, wie sie um 650 v. Chr. beispielsweise in Korinth und Megara bestand, war keine Seltenheit. In Athen bildete sich Schritt für Schritt ein demokratisches System heraus. Nach den Gesetzgebungen Drakons (621 v. Chr.) und Solons (594/593 v. Chr.) gelang es Peisistratos und seinen Söhnen etwa zwischen 561 und 510 v. Chr. noch einmal, eine Tyrannis zu errichten. Bis 501 v. Chr. brachten die Reformen des Kleisthenes aber den endgültigen Durchbruch für die attische Demokratie.

Buch-Tipp: Der Fischer Weltalmanach 2008. Zahlen Daten Fakten Eines der besten Jahrbücher Mittlerweile müsste der Fischer Weltalmanach für die meisten ein Begriff sein, gibt es dieses Werk doch schon zu dem 49. mal. Die wichtigsten internationalen Ereignisse der vergangenen Jahres werden noch einmal vorgestellt. Alle Staaten werden einzeln vorgestellt, wo man einen Überblick über wirtschaftliche Daten, Geographie,...

Blütezeit Athens

Mit Athens Unterstützung der kleinasiatischen Griechenstädte in dem Ionischen Aufstand um 500 v. Chr., begann das klassische Zeitalter Griechenlands und der jahrhundertelange Konflikt mit dem Perserreich: die so genannten Perserkriege. Als die Perser zu einer Strafexpedition in Griechenland einfielen, wurden sie 490 v. Chr. von den Athenern in der Schlacht bei Marathon besiegt. Zehn Jahre später unterlag der persische Großkönig Xerxes der athenischen Flotte unter Themistokles in der Seeschlacht von Salamis und 479 v. Chr. den vereinigten Heeren der griechischen Poleis in der Schlacht von Plataiai.

Antike Beschreibung
Antike Beschreibung
Die Athener Akropolis

Mit der Gründung des Attischen Seebunds 477 v. Chr. unter der Vorherrschaft Athens setzte die Blütezeit der Stadt ein, die bis zu dem Ende der Regierungszeit des Perikles in dem Jahr 429 v. Chr. reichte. Damals entstanden einige der bedeutendsten philosophischen, literarischen und architektonischen Werke der griechischen Antike, etwa die Tragödien von Aischylos, Sophokles und Euripides oder der Parthenontempel auf der Akropolis. Auch der Philosoph Sokrates wirkte damals in Athen.

Buch-Tipp: Der flexible Mensch. Die Kultur des neuen Kapitalismus Ein neuer Blick in die Hintergründe unseres Lebens Richard Sennett, obwohl er ein Soziologe ist, geht zu dem Teil wie ein Volkskundler seine Betrachtung der aktuellen Lebenswelten an. Er vollzieht teilnehmende Beobachtungen und schildert die Ansichten der Menschen mit denen er zu dem Teil viel Zeit verbracht hat. Die neue Betrachtung der Grenzenlosigkeit...

Kampf um die Hegemonie

Die zunehmende Rivalität zwischen der Seemacht Athen und der Landmacht Sparta mündete 431 v. Chr. in den fast 30 Jahre währenden Peloponnesischen Krieg. Er endete 404 v. Chr. mit der Niederlage Athens und der Errichtung einer zeitweiligen spartanischen Hegemonie über Griechenland. In der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. führen die griechischen Städte einen fast permanenten Krieg aller gegen alle - in wechselnden Koalitionen und unter fortwährender Einmischung der Perserkönige. Theben löste Sparta 371 v. Chr. nach der Schlacht von Leuktra als Hegemon ab, doch auch Thebens Vorherrschaft war ca. von kurzer Dauer.

All dem machte erst die gewaltsame Einigung Griechenlands durch Philipp II. von Makedonien ein Ende. Der von Athenern wie Demosthenes als nicht-griechischer Barbar betrachtete König errang in der Schlacht von Chaironeia 338 v. Chr. die Hegemonie über Hellas, die in dem Jahr darauf in dem Korinthischen Bund bekräftigt wurde.

Buch-Tipp: Der weiße Reiter. gelungene Fortsetzung! Ich war überrascht, dass Cornwell es geschafft hat an den genialen Vorgänger anzuknüpfen. Während des Lesens merkt man wie einem der Hauptcharakter Uthred stets mehr duch seine unglaubliche Authentizität ans Herz wächst. "Der weiße Reiter" zählt ebenso wie sein Vorgänger "Das letzte Königreich" zu den besten historischen...

Zeit des Hellenismus

Antike Beschreibung
Antike Beschreibung
Zeitgenössische Büste Alexanders des Großen

Nach der Ermordung Philipps 336 v. Chr. führte sein Sohn Alexander der Große ein griechisch-makedonisches Heer nach Asien und eroberte in wenigen Jahren das gesamte Perserreich. Der Alexanderzug bahnte der griechischen Kultur in dem gesamten damals bekannten Orient den Weg, von Ägypten über Mesopotamien und Persien bis zu den Grenzen Indiens. Nach Alexanders Tod 323 v. Chr. in Babylon teilten seine Nachfolger, die Diadochen in lange währenden Kriegen das Reich unter sich auf. In allen Teilreichen - vom ptolemäischen Ägypten in dem Westen bis zu dem Seleukidenreich in dem Osten bildete der Hellenismus in den folgenden Jahrhunderten die prägende Kultur.

Das Zeitalter des Hellenismus war geprägt von einem fast andauernden Kampf der drei Großmächte (Ptolemäer, Seleukiden und Antigoniden) um die Vorherrschaft. Rom interventierte zu Beginn des 2. Jahrhunderts v. Chr. in Griechenland. Bis zu dem Jahr 146 v. Chr. waren Makedonien und Griechenland römische Provinzen geworden. Bald darauf folgte der Erwerb Pergamons und 64/63 v. Chr. die Beseitigung der Überreste des Seleukidenreiches. Als letzter Nachfolgestaat des Alexanderreichs wurde in dem Jahre 30 v. Chr. das Ägypten der letzten ptolemäischen Königin Kleopatra VII. in das Römische Reich eingegliedert. Damit war der Hellenismus als politischer Faktor ausgschaltet. Die griechische Kultur jedoch lebte mit unverminderter Kraft in dem Römischen Reich fort und prägte es bis zu seinem Untergang in dem Westen 476 und darüber hinaus bis in die Zeit des Byzantinischen Reichs.

Buch-Tipp: Die Herren des Nordens Heil den tapferen Toten in Odins Reich. . . Alle 3 Romane um Uthred sind sehr gut gelungen und spannend zu lesen. Alle haben eine unglaublich dichte Atmosphäre. Das einzige was mich etwas stört ist, das Uthred noch so jung ist. Ein paar Jährchen mehr würden in besser zu Gesicht stehen. Nichtsdestotrotz liebe ich diese Bücher und freue mich...

Nach den Griechen wurden die Römer zu den zweiten Trägern und Vermittlern der der antiken Kultur. Je weiter sie als Eroberer in die Länder der Levante vordrangen, desto stärker ließen sie sich von deren Kultur beeinflussen. Literatur, Philosophie, Kunst, Architektur und Alltagskultur der Griechen wurden von den Römern nun auch in dem westlichen Mittelmeerraum verbreitet - und weit darüber hinaus bis zu dem Rhein und zu den britischen Inseln.

Buch-Tipp: Die Kultur des neuen Kapitalismus. Kapitalismuskritik für Einsteiger Kurz und bündig: In einfacher Sprache erklärt Sennett das Funktionieren des von Bismark etablierten sozialen Kapitalismus und wie seine Auflösung in dem Neoliberalismus von statten geht. Die Auswirkungen dieses Prozesses (z. B. Destabilisierung des Arbeitnehmers, Übertragung von Klassenkonflikten in Ressentiment,...

Ursprünge Roms

Rom, der Legende nach 753 v. Chr. gegründet, entstand neueren Forschungen zufolge erst gegen Ende des 7. Jahrhunderts v. Chr. aus dem Zusammenschluss mehrerer dörflicher Siedlungen an einer Furt am Unterlauf des Tibers. Politisch und kulturell stand Rom lange unter etruskischem Einfluss. Die Etrusker wiederum unterhielten schon früh Kontakt mit griechischen Kolonisten.

Buch-Tipp: Die Spur der Hebamme. Gelungene Vortsetzung Die Fortsetzung von "Das Geheimnis der Hebamme" beginnt etwas schleppend. Ab dem 2. Kapitel nimmt die Geschichte jedoch wieder Fahrt auf und man wird, wie bereits in "Das Geheimnis der Hebamme", bestens unterhalten. Das Buch liest sich flüssig und man hat, wie bereits in dem ersten Teil, das Gefühl, am Leben der Bewohner in...
Antike Beschreibung
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Das Forum Romanum

Um 500 v. Chr. befreiten sich die Römer vom etruskischen Stadtkönigtum und bildeten wohl um 475 v. Chr. eine republikanische Regierungsform aus. In den Zwölftafelgesetzen, die um 450 v. Chr. entstanden, wurden die ersten zivil-, straf- und prozessrechtlichen Normen des römischen Rechts festgehalten. Die Verfassung sah von da an ein Zusammenwirken der drei Institutionen Senat, Magistratur und Volksversammlung vor, die sich in ihrer Macht theoretisch gegenseitig beschränkten. Die offizielle Nennung der Republik lautete S.P.Q.R. für Senatus Populusque Romanus (dt.: Senat und Volk von Rom). Faktisch dominierte jedoch der Senat, der sich aus Angehörigen der adligen Familien, der Patrizier zusammensetzte. Aus ihm gingen auch die Konsuln hervor, die beiden auf ein Jahr gewählten obersten Magistrate der Republik. Das höchste, den nichtadligen Plebejern zugängliche Amt war das des Volkstribunen, der ein Vetorecht gegen Senatsbeschlüsse besaß.

Antike Beschreibung
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Julius Caesar

Bis zu dem Jahr 272 v. Chr. unterwarfen die Römer ganz Italien südlich der Poebene. In den Punischen Kriegen gegen die Seemacht Karthago in dem 3. und 2. Jahrhundert v. Chr. begann der Aufstieg Roms zur antiken Supermacht, die für Jahrhunderte die gesamte Mittelmeerwelt beherrscht. Nach 200 v. Chr. mischte sich Rom auch in die Politik der hellenistischen Großmächte ein und wurde zur Protektoratsmacht in dem östlichen MIttelmeerraum. 148 v. Chr. wurde das Makedonien der Antigoniden, 63 v. Chr. das Reich der Seleukiden, und schließlich 30 v. Chr. das Ägypten der Ptolemäer römische Provinz.

Gleichzeitig kam es jedoch in dem Inneren zu einer ganzen Reihe von Krisen, der sich in dem Kampf der Optimaten gegen die Popularen manifestierte. In der Epoche der Bürgerkriege erreichte die Krise der späten Republik ihren Höhepunkt und machte deutlich, dass sich die Republik überlebt hatte und so der Weg zu dem Prinzipat bereitet wurde. Bereits Gaius Julius Caesar hatte als Diktator auf Lebenszeit (dictator perpetuus) eine quasi-monarchische Stellung erlangt. Als erster römischer Kaiser gilt jedoch sein Großneffe und Erbe Augustus, dem es gelang, mit dem Prinzipat eine dauerhafte monarchische Staatsordnung an die Stelle der zerrütteten Republik zu setzen.

Das von August errichtete Kaiserreich (Prinzipat) wurde von ihm und seinem Nachfolger Tiberius noch sicher geführt. Unter Caligula, Claudius und Nero kam es jedoch bereits zu einigen Krisen in dem Inneren, die jedoch unter den Adoptivkaisern weitgehend behoben werden konnte. Das Imperium erlebte seine größte Blüte und Ausdehnung denn auch unter eben diesen Adoptivkaisern in dem 2. Jahrhundert. Allerdings wuchs bereits in dieser Zeit der Druck auf die Reichsgrenzen. In dem Norden und Nordosten bedrängten die Germanen, in dem Osten die Parther und später die Sassaniden das Reich. Mit dem Tod von Marcus Aurelius endete ein Zeitalter, das viele als ein "goldenes" begriffen hatten - was jedoch ca. mit Abstrichen gelten kann. Die Severer stabilisierten die Grenzen wenigstens teilweise, bevor es unter den so genannten Soldatenkaisern zu einer wahren Reichskrise kam, die geprägt war von einem raschen Regierungswechel, zentrifugalen Tendenzen in dem Inneren (Imperium Galliarum) und dem stetig wachsenden Druck auf die Grenzen.

Es gelang jedoch gegen Ende des 3. Jahrhunderts mit der Einführung der Tetrarchie durch Kaiser Diokletian noch einmal eine gewissen Stabilisierung zu erreichen. Diese Zeit der beginnenden Spätantike ist gekennzeichnet von Umbrüchen der alten Welt. Die Anerkennung des Christentums unter Kaiser Konstantin I. und seine spätere Erhebung zur alleinigen Staatsreligion stellte bereits eine wesentliche Abkehr von der antiken Kultur dar, insbesondere von der antiken Philosophie und Religion. Ein letzter Versuch, die heidnischen Kulte durch die Verbindung mit neuplatonischem Gedankengut wieder zu beleben, scheiterte mit dem Tod Kaiser Julians in dem Jahr 363, was auch das Ende der konstantinischen Dynastie bedeutete. Valentinian I. stabilisierte den Westen, doch kam es in dem Zuge der Völkerwanderung 378 zur Schlacht von Adrianopel und damit verbunden zu einer neuen Krisenzeit. Kaiser Theodosius konnte den Osten jedoch wieder stabilisieren und war zudem der letzte Kaiser, der über das gesamte Imperium Romanum herrschen sollte.

Nach der Teilung des Reiches unter den Söhnen des Kaisers Theodosius 395 erwies sich ca. das von Konstantinopel (Byzanz) aus regierte, überwiegend griechischsprachige, Oströmische Reich auf Dauer als lebensfähig. Das so genannte Weströmische Reich hatte dem Ansturm der Hunnen und Germanen stets weniger entgegenzusetzen. Es kam zu einer langsamen Auflösung der weströmischen Armee, während die Germanen von mehreren Westprovinzen direkten Besitz ergriffen. 410 wurde Rom von den Westgoten, 455 von den Vandalen geplündert. In dem Jahr 476 setzte der Germanenfürst Odoaker, ein Skire, den letzten Westkaiser Romulus Augustulus ab (obwohl der letzte anerkannte Westkaiser Julius Nepos noch bis 480 lebte). Die traditionelle Geschichtsschreibung sieht in diesem, damals ca. wenig beachteten Akt das Ende der Antike. In dem Oströmischen Reich lebten antike Kultur und Geisteswelt aber noch bis weit in das Mittelalter fort.

(siehe dazu auch Spätantike)

Nachleben und Bedeutung der Antike

Die Bedeutung der Antike für den weiteren Verlauf der Weltgeschichte kann gar nicht hoch genug veranschlagt werden. In dieser Epoche begann die Entwicklung der westlichen Welt. Durch die Relativierung von Religion und einen Prozess der Aufklärung bis hin zu entwickelten philosophischen Systemen wurde die Wegscheide zwischen West und Ost, zwischen Okzident und Orient, zwischen Abendland und Morgenland markiert.

Bis heute erhaltene Zeugnisse der Antike sind neben überlieferten Texten philosophischer, literarischer oder historischer Natur, zahlreiche Objekte der griechischen und römischen Kunst: von großen Skulpturen bis zur Kleinkunst und Töpferei etc. Wichtige Antikensammlungen befinden sich in Rom, Athen, Neapel, Paris, London, München, St. Petersburg, Wien und Berlin. Für die Kenntnis des antiken Alltags sind vor allem archäologische Ausgrabungen wie die in Pompeji, Olympia, Delphi oder Pergamon von Bedeutung.

Als man in dem Italien des 15. Jahrhunderts die erhaltenen (meist römischen) Überreste neu zu schätzen lernte und in der Kunst nachahmte, genannte man dies als Renaissance, als Wiedergeburt der Antike. Seit dem 18. Jahrhundert trat infolge der Arbeiten von Johann Joachim Winckelmann die klassische griechische Kunst zunehmend in das Zentrum des Interesses. In dem 19. Jahrhundert sprach man in dem Zusammenhang mit den Arbeiten von Architekten und Künstlern, wie Karl Friedrich Schinkel, Franz Karl Leo von Klenze und Berthel Thorwaldsen von der "Renaissance der griechischen Antike".

Vor allem aber setzte die Wiedergeburt des antiken Geistes in der Renaissance setzte der jahrhundertelangen Dominanz religiösen Denkens ein Ende und mündete schließlich in die Epoche der europäischen Aufklärung und in die Moderne. Fast alle Ideen der modernen Aufklärung haben antike Vorläufer. Ohne griechische Wissenschaft und Philosophie, ohne das römisches Recht und ohne Architektur und Kunst von Griechen und Römern ist die westliche Zivilisation nicht denkbar.

Siehe auch: Klassizismus, Philosophie der Antike

Quellen in Auswahl

Ein Großteil der antiken Literatur (und damit auch der Geschichtsschreibung) ist uns nicht erhalten. Man hat geschätzt, dass uns kaum 10 Prozent der griechischen Literatur überliefert ist (siehe H. Strasburger, Umblick in dem Trümmerfeld der griechischen Geschichtsschreibung, in: Historiographia antiqua, Festschrift W. Peremans, Leuven 1977, S. 3-52). In Teilen sieht es besonders trostlos aus (Hellenismus), in anderen Bereichen besser (Spätantike). Insgesamt ist die Quellenlage jedoch problematisch. Neben den erzählenden Quellen müssen natürlich auch Inschriften und Reden sowie archäologische und numismatische Quellen herangezogen werden. Eine Zusammenfassung mit ausführlichen Angaben bieten die entsprechendie Beschreibung (Geschichtsschreibung) in dem Pauly (RE; KlP; DNP) oder anderen Lexika. In dem folgenden seien einige der wichtigsten (erhaltenen) Autoren genannt.

Literatur

Einführungen

  • Manfred Clauss: Einführung in die alte Geschichte, München 1993.
  • Rosemarie Günther: Einführungins Studium der Alten Geschichte, Paderborn 2001.

allgemeine Überblickswerke

  • The Cambridge Ancient History, diverse Hrsg., 14. Bde., 2. völlig neubearb. Aufl., Cambridge 1970 ff.
  • Geschichte der Antike. Ein Studienbuch, hrsg. von H.-J. Gehrke und H. Schneider, Stuttgart 2000. ISBN 3-476-01455-X Grundlegende Einführung!
  • Geschichte kompakt Antike der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft; noch in dem Entstehen begriffen. Gute Einführungen, mit teils hervorragenden, in die Darstellung integrierten Forschungsüberblick (z.B. R. Schulz, Athen und Sparta, Darmstadt 2003).
  • Oldenbourg Grundriss der Geschichte: hrsg. von J. Bleicken und anderen, Bd. 1-4, versch. Auflagen, München 1980 ff.

chronologisch geordnete Darstellungen

  • Hermann Bengtson : Griechische Geschichte. Von den Anfängen bis in die römische Kaiserzeit, Handbuch der Altertumswissenschaft III. 4, Reprint der 5. durchgesehen und erg. Auflage von 1977, München 1996. ISBN 3-406-06660-7 (als Ausgabe ohne wissenschaftlichen Apparat: Griechische Geschichte, 9. Auflage, München 2002. ISBN 3-406-02503-X)
  • Detlef Lotze: Griechische Geschichte. Von den Anfängen bis zu dem Hellenismus. München 2000. (Siehe auch weitere Bände aus dieser Reihe von Bringmann, Brandt, Funke, Welwei etc.)
  • Oswyn Murray: Das frühe Griechenland, München 1982.
  • John K. Davies: Das klassische Griechenland und die Demokratie, München 1982.
  • Christian Meier: Athen. Ein Neubeginn der Weltgeschichte, Berlin 1993.
  • Frank W. Walbank: Die hellenistische Welt, München 1983.
  • Ernst Kornemann : Weltgeschichte des Mittelmeerraumes. Von Philipp II. von Makedonien bis Muhammed, München 1967.
  • Hermann Bengtson: Grundriss der Römischen Geschichte mit Quellenkunde. Republik und Kaiserzeit bis 284 n. Chr., Handbuch der Altertumswissenschaft III. 5, München 1982. ISBN 3-406-08617-9
  • Klaus Bringmann: Geschichte der römischen Republik, München 2002.
  • Karl Christ: Geschichte der römischen Kaiserzeit, 4. aktual. Aufl., München 2002.
  • Alexander Demandt: Die Spätantike, Handbuch der Altertumswissenschaft III. 6, München 1989. (als inhaltlich gekürzte Ausgabe ohne wissenschaftlichen Apparat: Geschichte der Spätantike, München 1998. ISBN 3-406-44107-6)

Spezialisiertere Darstellungen

  • Jochen Bleicken : Verfassungs- und Sozialgeschichte des Römischen Kaisereiches, 2 Bde., Paderborn, München, Wien, Zürich 1981
  • Ders.: Die athenische Demokratie, 4. Aufl., Stuttgart 1995.
  • Donald Kagan: The Peloponnesian War, London 2003. Siehe auch Kagans vierbändige Darstellung des Pelop. Krieges; hier eine intelligente und zusammenfassende Darstellung für ein breiteres Publikum.
  • Karl-Wilhelm Welwei: Das klassische Athen. Demokratie und Machtpolitik in dem 5. und 4. Jahrhundert, Darmstadt 1999.

Lexika

  • RE: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft, hrsg. von G. Wissowa et al. (Hrsg.), in 2 Reihen. Stuttgart 1894–1980 (Pauly-Wissowa)
  • KlP: Der Kleine Pauly, Lexikon der Antike, hrsg. von K. Ziegler – W. Sontheimer, 5 Bde., Stuttgart – München 1964–1975.
  • DNP: Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike, hrsg. von H. Cancik - H. Schneider, Stuttgart – Weimar 1996 ff.
  • LAW: Lexikon der Alten Welt, hrsg. von C. Andresen et al., Zürich – Stuttgart 1965.
  • OCD: The Oxford Classical Dictionary, hrsg. von S. Hornblower - A. Spawforth, verbesserte 3. Aufl., Oxford 2003.
  • RAC: Reallexikon für Antike und Christentum, hrsg. von Th. Klauser et al., Stuttgart 1950 ff. Noch nicht abgeschlossen.

Klassische (und auch in großen Teilen veraltete) Darstellungen

Siehe auch für einen detaillierteren Überblick

externe Verweise


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